FAQ

Wie beeinflusst der Testumfang die epidemische Kurve und die R-Schätzung?

Seit März beobachten wir im langfristigen Trend selbstverständlich, dass durch ausgeweitetes Testing und vielleicht auch umfassendere Nachverfolgung tendenziell mehr Fälle gefunden werden, die Dunkelziffer also geringer anzunehmen ist.

Kurzfristig gesehen wirkt das Testverhalten jedoch recht träge. Größere Verfälschen in aktuellen Trends oder der R-Schätzung können wir nicht verzeichnen. 

Wie wird die Reproduktionszahl durch falsch-positive Testergebnisse beeinflusst.

In der Stochastik sind falsch-positive Testergebnisse, also sogenannte Fehler zweiter Ordnung, keine Seltenheit. Was wir damit sagen wollen: Es gehört zum Handwerkszeug jedes Analytikers, damit umzugehen und damit zu arbeiten.

Testergebnisse sind immer im Kontext der gesamten Teststrategie einzuordnen, also der Fragestellung, wer wann und unter welchen Voraussetzungen überhaupt getestet wird.

Teststrategie und Validität gemeinsam ergeben die Qualität. Wer allein auf Begriffen wie Spezifität und Sensitivität herumreitet, vergisst sie Hälfte.

Wir haben da so einige Quervergleiche und Plausibilitätsprüfungen gestartet. Und ihr könnt uns glauben: Die Schublade der Analytik gibt diesbezüglich sehr tief und reichhaltig gefüllt. Nach unseren Daten und Analysen liegen keine Hinweise darauf vor, dass das Gesamtbild nennenswert durch falsch-positive Testergebnisse getrieben ist. Falls es so wäre, würden wir gewiss darauf aufmerksam machen. Denn:

  1. Wir haben auch keinen Bock auf Pandemie und
  2. auch keine Lust, hier mit viel Arbeit ein Modell in die Welt zu setzen, das sich hinterher als Luftnummer herausstellt.

Kurzum: Uns scheinen die Testergebnisse und die Fallzahlen im Kontext der Teststrategie insgesamt sogar noch valider zu sein als wir es selber dachten. Es gibt sie sicher, die falsch-positiven, doch:

In der Gesamtheit ist die Dunkelziffer deutlich in der Überzahl gegenüber falsch-positiven Testergebnissen.

Mit beiden Fehlern müssen wir umgehen in der Analytik. Und wir sind auch ganz guter Dinge, dass wir das können. 😉

 

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Andreas Wenzel Beratung & Coaching

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